Seine Erfindungen:
James Prescott Joule wurde durch seine Forschungsarbeiten
zur Elektrizität und Thermodynamik berühmt. Im Laufe
seiner Untersuchungen, bei denen er erforschte, dass Wärme
in einem elektrischen Stromkreis ausgestrahlt wird, formulierte
er 1840 das Gesetz der elektrischen Erwärmung, das man
heute das Joulesche Gesetz nennt.
Nach diesem Gesetz ist die Wärmemenge, die ein elektrischer
Strom in jeder Sekunde in einem Leiter erzeugt, zum Widerstand
des Leiters und zum Quadrat des Stromes proportional.
Mit seinen Untersuchungen zur Umwandlung mechanischer Energie
in Wärmeenergie konnte Joule das Gesetz von der Erhaltung
der Energie experimentell bestätigen. Mit Hilfe vieler
voneinander unabhängiger Methoden bestimmte Joule die
nummerische Beziehung zwischen Wärme und mechanischer
Energie, das mechanische Wärmeäquivalent. Die Einheit
der Energie, das sogenannte Joule, wurde nach ihm benannt.
Es entspricht einer Wattsekunde. Gemeinsam mit dem Physiker
William Thomson (später Lord Kelvin) fand Joule heraus,
dass die Temperatur eines Gases bei einer Ausdehnung gegen
einen Widerstand ohne äußere Arbeitsleistung sinkt.
Dieses Phänomen, das als Joule-Thomson-Effekt bezeichnet
wird, liegt den herkömmlichen Verfahren von Kühlung
und der Funktionsweise klimatechnischer Anlagen zugrunde.
Sein Leben:
Der englische Physiker wurde am 24. Dezember 1818 in Salford
bei Manchester als Sohn eines Brauereibesitzers geboren. Aufgrund
eines angeborenen Rückenleidens konnte er bis zum 15.
Lebensjahr nicht die Schule besuchen und wurde zusammen mit
seinem älteren Bruder Benjamin von Privatlehrern unterrichtet.
Als James sechzehn Jahre alt war, wurde er mit seinem Bruder
zum berühmten Naturforscher John Dalton (1766-1844) geschickt,
dem Begründer der Atomtheorie. Dieser alte Herr war bettelarm
und musste sich seinen Lebensunterhalt durch Privatstunden
verdienen.
Mit besonderer Liebe nahm er sich der beiden Söhnen
des reichen Bierbrauers an und brachte ihnen die Grundzüge
der Arithmetik, Algebra und Geometrie bei.
Joule kehrte nach Salfort zurück und lebte dort als
Brauereibesitzer und Privatgelehrter.
In seinem letzten Lebensjahrzehnt wurde es still um den großen
Gelehrten. Seine Lebenskraft war gebrochen, seine Gesundheit
verschlechterte sich, oft litt er unter hartnäckigem
Nasenbluten.
1885 und 1887 wurden seine Scientific Papers (2 Bde.) publiziert.
Dennoch war er noch in seinem Sterbebett der irrtümlichen
Meinung, nichts wirklich Großartiges geleistet zu haben.
Nach langer Krankheit starb er am 11. Oktober 1889 in Sale
bei London.

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