Seine Erfindungen:
Er erfand die Voltasche Säule (die elektrische Batterie),
mit der die moderne Elektrizität begann. (Biblioteca
Comunale di Como) Ausgangspunkt für diese Erfindung war
die Entdeckung, dass zwei verschiedene Metalle auf der Zunge
spürbar sind. So legte er Kupfer- und Zinkplatten übereinander,
dazwischen in ständiger Wiederholung säuregetränkte
Tuchfetzen. Von der ersten Kupferplatte und letzten Zinkplatte
erhielt er eine für damalige Zeiten unglaublich hohe
Spannung und einen Strom, der länger andauerte. Das war
für die damalige Zeit etwas völlig Neues!
Das Elektrophor: Eine Metallplatte wird auf einen Harzplatte
gelegt und durch Reibung elektrisiert. Volta konnte so Hochspannung
erzeugen. Damit er die Spannung auch messen konnte, baute
er einen Vorgänger des heutigen Voltmeters, das Elektrometer
(seine erste Einheit waren 13 350 Volt!).
Sein Leben:
Voltas Entdeckung um 1800 war eigentlich eines Nobelpreises
würdig. Nachdem es diesen damals allerdings noch lange
nicht gab, wurde Voltas Leistung auf andere Weise gewürdigt.
Zwanzig Jahre lang wurde er von dem österreichischen
Kaiser Joseph II. gefördert. 1801 führte er seine
Experimente Napoleon vor, der ihm eine goldene Medaille überreichte
und eine Pension zusprach.
Als sich Volta1804 von der Lehrtätigkeit an der Universität
in Pavia zurückziehen wollte, lehnte Napoleon sein Gesuch
ab und überhäufte ihn mit noch mehr Ehren und Geld.
Volta wurde sogar in den Grafenstand erhoben.
Nach dem Sturz Napoleons verziehen die Habsburger Volta,
und dieser wurde wieder Österreicher. Sein ganzes Interesse
galt ab diesem Zeitpunkt nur noch seinen Studien. Die Entwicklung
der Säule war der Höhepunkt in seinem Forscherleben.
Die Nutzung der Erfindung überließ er anderen.
Auch hinterließ er keine Schule - dafür war er
ein viel zu großer Individualist. Abgesehen davon fehlte
ihm auch die formale Mathematik - dafür beherrschte er
drei Sprachen fließend. In seiner Jugend schrieb er
sogar Gedichte über chemische Entdeckungen. Man könnte
Volta auch als einen naturwissenschaftlichen Künstler
bezeichnen.
Seine letzten acht Lebensjahre verbrachte Volta in weitgehender
Abgeschiedenheit in seinen Villen in Camnago und in Como.
Er wurde 82 Jahre alt.
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